What the Müll…

Vor ein paar Tagen war ich mit einer Freundin spazieren. Das unerwartet milde Wetter zu dieser Jahreszeit, ein paar Sonnenstrahlen und jeder von uns mit einem Kaffee to go im mitgebrachten Mehrwegbecher in der Hand. Und diese Idylle wurde ca. alle 15 Meter von einem überquellenden Mülleimer getrübt. Ich meine nicht die Mülleimer, wo nichts mehr reinpasst, weil sie so voll sind, sondern solche, die zudem auch noch großzügig mit Müll um sich gespuckt haben:

Ich würde mich jetzt nicht als Umweltaktivistin bezeichnen, aber ich versuche definitiv auf meinen ökologischen Fußabdruck zu achten. Ich kaufe Gemüse mit seltenen Ausnahmen unverpackt, habe immer einen Beutel oder einen Rucksack mit beim Einkaufen, ich versuche an meinen Kaffee-to-go-Becher zu denken, wenn ich rausgehe, ich recycle beispielsweise die Plastikverpackung vom Toilettenpapier als Restmüllbeutel, ich kaufe Produkte in Glas statt Plastik oder eben ganz unverpackt. Wir haben uns einen Wassersprudler gekauft, damit wir auch an dieser Stelle Plastik einspaaren, wir essen nur noch alle zwei Wochen Fleisch und ich versuche abgepackte Lebensmittel in größeren Mengen zu kaufen, damit nicht für kleine Mengen viel Verpackungsmüll anfällt. Und deshalb würde ich auch gerne etwas gegen unser gegenwärtiges Müllproblem unternehmen.

Wir kamen also beim Spazieren zwangsläufig auf das Thema Müll und Verpackungen. Ein Großteil des Mülls den wir sahen resultierte aus Einweg-Kaffeebechern und Einweg-Essenverpackungen der umliegenden Gastronomie (siehe Bilder). Natürlich wollen wir in Corona-Zeiten die lokal ansässige Gastronomie unterstützen, besonders jetzt im Teil-Lockdown. Aber der ganze Müll…ich muss sagen, der schreckt mich schon ab. Wir hatten zwei Gedanken:

  1. Was wäre denn, wenn man die Einwegbecher einfach komplett abschaffen würde? Und jeder zwei bis drei To-go-Becher hätte (einen für den Handtasche/den Rucksack, einen fürs Auto und einen beispielsweise im Kinderwagen oder zu Hause griffbereit neben der Wohnungseingangstür), die er oder sie immer parat hätte und falls man doch mal den Becher vergisst, die Cafés Becher zum Verkauf bzw. gegen Pfand (wie es das ja in vielen Städten auch schon gibt z.B. von Recup) anbieten würden? Würden die Leute aus Bequemlichkeit weniger Kaffee trinken? Sicher nicht. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir eine Menge Kosten, Ressourcen und Müll sparen könnten.
  2. Wenn es ein solches Pfandsystem für Becher gibt, könnte man das nicht auch für die Gastronomie anbieten? Wo in einer Stadt oder sogar einem ganzen Land ein Hersteller Mehrwegverpackungen für take-out Essen gegen Pfand anbietet und der Verbraucher dieses Pfand nur einmal zahlt und dann immer wieder entweder seine saubere „Box“ zur Abholung mitbringt (falls das die Hygienebedingungen zulassen) oder aber sein Essen in einer neuen Box mit nach Hause nimmt und seine „alte“ Box zum Tausch dort lässt. Und natürlich, als ich nach Hause kam und genau diese Idee recherchieren wollte, brauchte ich genau einen Anlauf um fündig zu werden: Recircle oder Rebento arbeiten genau an dieser Idee.

Sicherlich ist eine Umstellung mit Aufwand und auf den ersten Blick vielleicht auch höheren Kosten verbunden. Aber ab dem 3. Juli 2021 sollen diese und ähnlich Einwegverpackungen ohnehin verboten werden. Warum nicht schon jetzt umsteigen, Plastik und langfristig auch Kosten für Einwegverpackungen sparen? Jeder und jede Einzelne kann einen Unterschied machen! Du auch 🙂

Falls du zu diesem Thema noch ein bisschen weiter stöbern möchtest, kann ich dir noch drei Links empfehlen:

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