Schwangerschaft – Die Louwen-Diät

– (m)ein Erfahrungsbericht –

Hände in Herzform auf einem Schwangerschaftsbauch liegend
Bild von StockSnap auf Pixabay

Obwohl das Ende meiner Schwangerschaft nun schon fast ein Jahr zurück liegt, denke ich noch immer häufig über die Louwen-Diät nach. Diese Diät, wobei „Diät“ hier für „Ernährung“ steht, verspricht eine schnellere, weniger schmerzhafte Geburt, die dazu noch nah am errechneten Geburtstermin liegt. Entwickelt wurde das Konzept von Prof. Dr. Frank Louwen. Ich stelle am Ende dieses Beitrags noch ein paar Links zur Louwen-Diät zur Verfügung.

Nun ja. Am Ende einer Schwangerschaft, wenn der Bauch dicker und dicker wird, fragt man sich so langsam, wie man den Inhalt dieses doch recht bemerkenswerten Bauches da so einfach rauskriegen soll. Wenn einem dann erzählt wird, dass es da diese tolle Diät gibt, die die Scherzen verringert, den ganzen Prozess etwas beschleunigt und auch noch verhindert, dass man am Ende eine Woche über den Geburtstermin hinaus entbindet, klingt das wie Musik in den Ohren. Klar, das probiere ich aus.

In der Realität habe ich dann festgestellt, dass ich meine Ernährung dann doch nicht komplett umstellen und auch meinem Partner gegenüber nicht verlangen wollte, dass er die ganze Zeit Vollkornnudeln mit mir isst. Deshalb habe ich manche Sachen ganz gut übernehmen können, und andere Lebensmittel, auf die ich doch nicht ganz verzichten wollte, in wirklich kleinen Mengen weiterhin zu mir genommen. Noch dazu bin ich jeden Tag eine Stunde spazieren gegangen.

Trotz der nicht ganz konsequenten Ernährungsumstellung war ich also sehr optimistisch, dass ich auf jeden Fall vor Entbindungstermin (ET) entbinden würde. Da ich auch recht groß bin für eine Frau und meine Frauenärztin immer wieder gesagt hat, dass große Frauen leichter entbinden, weil sie ein größeres Becken haben und noch dazu schon vier Wochen vor ET die Ansage kam: „Das sieht gut aus, der Kopf ist schon recht tief, jetzt müssen eigentlich nur noch die Wehen kommen,“ war ich fest davon überzeugt, dass ich die Geburt easy über die Bühne bringen würde.

Tja, das war wohl etwas naiv. Denn am Ende war ich zehn Tage über dem errechneten Entbindungstermin, die Geburt hat fast 13 Stunden gedauert und war alles andere als „easy.“ (Die Tatsache, dass ich wirklich tiefen entspannt in die Geburt gegangen bin, hat leider auch nichts daran geändert!)

„Hmmm, was war da denn los?“, Habe ich mich im Nachhinein gefragt. Klar, ich habe mich nicht zu 100% an die Empfehlung von Louwen gehalten, aber ich habe ja immerhin teilweise eine Ernährungsumstellung vorgenommen, wie kann es denn sein, dass die Geburt dann doch so lang und schmerzhaft und noch dazu weit über Termin war?

Ich habe also angefangen nochmal etwas zu recherchieren und habe dabei festgestellt, dass viele Frauen, die die Louwen-Diät ausprobiert und damit gute Erfahrungen gemacht haben, dies häufig erst bei der zweiten Geburt gemacht haben, nachdem die erste so schlimm war, dass sich für die zweite auf jeden Fall etwas ändern musste.

Tatsächlich habe ich aber schon ganz häufig von verschiedenen Mamas gehört, dass die zweite Geburt oft „leichter“ ist. Spontan fallen mir fünf Frauen ein, von denen ich sicher weiß, dass es so war. Und auch im World Wide Web findet sich diese Aussage bestätigt. Bei swissmom habe ich einen Artikel gefunden, aus dem folgendes Zitat stammt (vgl. auch hier):

„Grundsätzlich kann man aber sagen, dass sich eine erste Geburt durchschnittlich über 12 bis 14 Stunden hinzieht, während die nächsten Geburten mit durchschnittlich ca. 7 Stunden bedeutend kürzer sind.“

In meinen Berichten also, habe ich über den Erfolg der Louwen-Diät im Zusammenhang mit der jeweils zweiten Entbindung von Frauen gelesen. Dieser Erfolg könnte also theoretisch auch dem geschuldet sein, dass die zweite Geburt ohnehin „besser“ verläuft, oder?!

Ich werde es wohl nie erfahren…

Ich kann und möchte an dieser Stelle weder eine Empfehlung für noch gegen die Louwen Diät aussprechen. Falls du gerade schwanger bist, schau dir das Konzept einfach mal an und überlege dir, ob das was für dich sein könnte :).

Ich werde bei der nächsten Geburt mal Akupunktur versuchen. Da ich nach der letzten Geburt vermehrt Frauen getroffen haben, die ihr erstes Kind vor Termin entbunden haben und in den Wochen vor der Geburt regelmäßig bei der Akupunktur waren. Aber selbst wenn das „klappen“ würde, wäre es ja auch meine zweite Geburt und ich könnte gar nicht sicher sagen, ob es wirklich an der Akupunktur gelegen hat.++

Links zur Louwen-Diät:

https://www.babyartikel.de/magazin/louwen-diaet-das-bringt-sie-dir-fuer-die-geburt-plus-rezept

https://www.familie.de/schwangerschaft/louwen-diaet-wie-diese-ernaehrung-deine-geburt-erleichtern-soll/

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