Urlaub im Sandkasten

Sandspielsachen im sand

Schon wieder Freitag. Wie war deine Woche? Ich habe die letzten Tage viiieeel Zeit im Sandkasten verbracht und habe es zu meiner eigenen Überraschung sehr genossen.

Der Mole und ich verbringen unsere Nachmittage neuerdings gerne auf dem Spielplatz. Am liebsten in einer schattigen Ecke im Sand. Ich dachte gar nicht, dass der Sandkasten so früh relevant für uns werden würde, aber nach dem das erste Set mit Eimerchen und Schippe für große Begeisterung sorgte, haben wir schnell nachgerüstet und noch eine kleine Gugelhupf Form mit Rührlöffel und ein Eis-Set mit Waffeln, Bechern und Eislöffel besorgt. Und der Mole ist kaum noch aus der Sandkiste rauszukriegen.

Sobald wir den Spielplatz erreichen, zeigt er auf den Sand. Ich hole ihn aus dem Wagen und er schnappt sich schon Eimer und Schippe und flitzt los. Und dann sitzen wir eine halbe Stunde (manchmal auch länger) an der gleichen Stelle im Sand, füllen Eimer und Förmchen, stülpen sie um, machen die kleinen Bauwerke kaputt und fangen wieder von vorne an.

Mein sonst recht lebhaftes Kind spielt seelenruhig vor sich hin. Welch willkommene Abwechslung.

Gelegentlich werden auch die Füße oder gleich der ganze Schoß mit Sand überschüttet, es wird auch mal mit Sand um sich geschmissen oder kurzzeitig ein anderes Spielgerät erkundet, aber im Wesentlichen sitzen wir im Sand und backen Sandkuchen oder kleine Eimer-Burgen.

Sandkuchen im Sand

Und was soll ich sagen, nicht nur mein Sohn hat seine Freude. Auch ich fühle mich in dieser halben Stunde am Tag wie im Kurzurlaub. Ich komme zur RUHE. Während der kleine Mann konzentriert Sand vom einen Behälter in den nächsten schaufelt, kann ich meine nackten Füße in den kalten Sand bohren und die kleinen Körnchen zwischen meinen Zehen fühlen. Strandfeeling pur.

Mal einen Moment dem Alltag entfliehen, nicht auf die Uhr schauen, nicht aufs Handy schauen, einfach nur die Füße im Sand spüren und beobachten. Herrlich.

Aber nicht nur das rumsitzen ist toll, und das ist gleich die nächste Überraschung: Auch das mitspielen macht Spaß. Kindheitserinnerungen werden geweckt, der Ehrgeiz packt mich.

Die Förmchen müssen so gefüllt werden, dass man am Ende auch am fertigen Sandkuchen die Form gut erkennt. Trockener Sand ist eher hinderlich, nasser Sand muss her. Sandhügel werden aufgeschüttet und dann festgeklopft. Vielleicht noch einen kleinen Tunnel hindurch buddeln? Und in das Loch, aus dem wir den nassen Sand geschöpft haben, könnten wir eigentlich noch Wasser füllen, damit unsere Burg auch noch einen angrenzenden See hat…

Und dann kommt der Mole mit der Schippe und macht alles kaputt. Ich habe verstanden. Schluss mit dem Tagträumen, Mama, und ab nach Hause. Schließlich wollen wir ja noch Snack-Time auf dem Küchensofa machen und mit unserem Planschbecken den Balkon fluten. +++

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